Ladekostenrechner
Heimladen vs. öffentliches Laden vs. Schnellladen — monatlicher und jährlicher Kostenvergleich mit PV-Option.
Abends an der öffentlichen Ladesäule: 55 Cent pro Kilowattstunde. Für eine volle Ladung Ihres 60-kWh-Akkus zahlen Sie hier 33 Euro. Zu Hause an der Wallbox wären es nur 18 Euro — und mit eigenem PV-Strom sogar unter 5 Euro. Der Unterschied summiert sich über ein Jahr schnell auf mehrere Hundert Euro.
Doch wie viel genau? Das hängt von Ihrem Fahrprofil, Ihrem Lademix (wie oft laden Sie wo?) und Ihren Strompreisen ab. Unser Ladekostenrechner visualisiert die Unterschiede — mit Live-Diagrammen und einer detaillierten Aufschlüsselung.
Tipp: Wenn Sie noch keine eigene Wallbox haben, nutzen Sie zuerst unser Wallbox-Auslegungstool, um die passende Ladeleistung zu ermitteln.
Ladekosten im Überblick
Die Kosten pro Kilowattstunde unterscheiden sich erheblich — je nach Ladeart:
Aktuelle Preis-Referenzwerte und Tarife
| Position | Preis (ct/kWh) | Quelle |
|---|---|---|
| Haushaltsstrom (Grundversorgung) | 35–42 ct | BDEW Strompreisanalyse, Jan. 2025 |
| Dynamischer Stromtarif (Nacht) | 15–25 ct | Tibber/aWATTar Spotpreise, Feb. 2026 |
| PV-Eigenstrom (10 kWp) | 7–10 ct | Gestehungskosten nach Fraunhofer ISE, 2024 |
| Öffentlich AC (Ad-hoc) | 45–59 ct | Bundesnetzagentur Ladesäulenmonitor, 2025 |
| Öffentlich AC (Tarif/Abo) | 35–45 ct | ADAC Ladepreisvergleich, Jan. 2026 |
| DC-Schnellladen (Ad-hoc) | 55–79 ct | Bundesnetzagentur, Ionity/EnBW/ENBW |
| DC-Schnellladen (Tarif) | 39–49 ct | ADAC Ladepreisvergleich, Jan. 2026 |
Hinweis: Preise sind Durchschnittswerte und variieren regional. Die Ladesäulenverordnung (LSV) schreibt seit Juli 2023 eine transparente Ad-hoc-Preisanzeige an jeder öffentlichen Ladesäule vor.
Jetzt berechnen
Ihre Angaben
Strompreise
Ladeverhalten
Ihre Ladekosten
| Position | Monatlich | Jährlich |
|---|---|---|
| Heimladen (Netzstrom) | 64,80 € | 777,60 € |
| Öffentlich AC-Laden | 19,66 € | 235,92 € |
| DC-Schnellladen | 9,72 € | 116,64 € |
| Gesamt (Ihr Mix) | 94,18 € | 1.130,11 € |
Jährliche Ladekosten — 4 Szenarien
Kostenverteilung Ihres Mix
Hintergrund: Ladekosten verstehen und optimieren
Der entscheidende Faktor: Wo Sie laden
Die größte Stellschraube Ihrer Ladekosten ist der Anteil des Heimladens. Jede Kilowattstunde, die Sie zu Hause statt an einer öffentlichen Säule laden, spart Ihnen durchschnittlich 15–25 Cent. Bei einem typischen Verbrauch von 270 kWh pro Monat (1.500 km × 18 kWh/100 km) sind das 40–67 € monatlich.
PV-Eigenstrom: Die günstigste Kilowattstunde
Besitzer einer PV-Anlage haben den größten Kostenvorteil: PV-Strom kostet nur 7–10 ct/kWh an Gestehungskosten — weniger als ein Drittel des Netzstroms. Mit Überschussladen laden Sie Ihr E-Auto tagsüber bevorzugt mit Solarstrom. Eine 10-kWp-Anlage liefert in Süddeutschland ca. 10.000 kWh/Jahr — genug für ~50.000 Elektro-Kilometer, wenn 30 % als Überschuss ins Auto fließen.
Dynamische Stromtarife: Nachtstrom clever nutzen
Seit 2025 sind dynamische Stromtarife (z. B. Tibber, aWATTar, Octopus Energy) in Deutschland stark gewachsen. Diese Tarife spiegeln den stündlichen Börsenpreis wider. Zwischen 1 und 5 Uhr morgens liegt der Preis oft bei nur 15–25 ct/kWh — ideal für intelligente Wallboxen, die das Laden automatisch in die Niedrigpreisphase verschieben.
Voraussetzung: Ein Smart Meter (intelligentes Messsystem, Pflicht ab 2025 für Verbrauch über 6.000 kWh/Jahr) und eine Wallbox mit EEBUS- oder OCPP-Schnittstelle.
Ladesäulenverordnung: Transparenz beim Ad-hoc-Laden
Seit Juli 2023 schreibt die Ladesäulenverordnung (LSV) vor, dass an jeder öffentlichen Ladesäule der Preis pro kWh gut sichtbar angezeigt werden muss. Zudem muss Ad-hoc-Laden (ohne Vertrag) an jeder Säule möglich sein — per Kredit-/Debitkarte oder kontaktlose Zahlung. Dies verbessert die Preistransparenz erheblich.
THG-Quote: Zusatzeinnahmen für E-Auto-Besitzer
Über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) können Halter von E-Autos ihren CO₂-Vorteil an Mineralölunternehmen verkaufen. Der Erlös lag 2024 bei ca. 50–85 € pro Fahrzeug und Jahr (deutlich weniger als die 300+ € in 2022/2023). Die Auszahlung erfolgt über spezialisierte THG-Anbieter — ein unkomplizierter Prozess mit wenigen Klicks.