Ladekostenrechner

Heimladen vs. öffentliches Laden vs. Schnellladen — monatlicher und jährlicher Kostenvergleich mit PV-Option.

Alle E-Auto-Besitzer ~30 Sekunden Live-Diagramme

Abends an der öffentlichen Ladesäule: 55 Cent pro Kilowattstunde. Für eine volle Ladung Ihres 60-kWh-Akkus zahlen Sie hier 33 Euro. Zu Hause an der Wallbox wären es nur 18 Euro — und mit eigenem PV-Strom sogar unter 5 Euro. Der Unterschied summiert sich über ein Jahr schnell auf mehrere Hundert Euro.

Doch wie viel genau? Das hängt von Ihrem Fahrprofil, Ihrem Lademix (wie oft laden Sie wo?) und Ihren Strompreisen ab. Unser Ladekostenrechner visualisiert die Unterschiede — mit Live-Diagrammen und einer detaillierten Aufschlüsselung.

Tipp: Wenn Sie noch keine eigene Wallbox haben, nutzen Sie zuerst unser Wallbox-Auslegungstool, um die passende Ladeleistung zu ermitteln.

Ladekosten im Überblick

Die Kosten pro Kilowattstunde unterscheiden sich erheblich — je nach Ladeart:

Ladekosten im Vergleich (ct/kWh) Stand: Februar 2026 · Quellen: BDEW Strompreisanalyse, Bundesnetzagentur Heimladen Wallbox · AC Typ 2 30–39 ct/kWh Günstigste Option Öffentlich AC Ladesäule · Typ 2 45–59 ct/kWh Unterwegs-Standard DC-Schnellladen CCS · 50–350 kW 55–79 ct/kWh Langstrecke / Notfall Heimladen spart im Schnitt 40–60 % gegenüber öffentlichem Laden
Abb. 2: Durchschnittliche Ladekosten in Deutschland. Preise variieren regional.

Aktuelle Preis-Referenzwerte und Tarife

PositionPreis (ct/kWh)Quelle
Haushaltsstrom (Grundversorgung)35–42 ctBDEW Strompreisanalyse, Jan. 2025
Dynamischer Stromtarif (Nacht)15–25 ctTibber/aWATTar Spotpreise, Feb. 2026
PV-Eigenstrom (10 kWp)7–10 ctGestehungskosten nach Fraunhofer ISE, 2024
Öffentlich AC (Ad-hoc)45–59 ctBundesnetzagentur Ladesäulenmonitor, 2025
Öffentlich AC (Tarif/Abo)35–45 ctADAC Ladepreisvergleich, Jan. 2026
DC-Schnellladen (Ad-hoc)55–79 ctBundesnetzagentur, Ionity/EnBW/ENBW
DC-Schnellladen (Tarif)39–49 ctADAC Ladepreisvergleich, Jan. 2026

Hinweis: Preise sind Durchschnittswerte und variieren regional. Die Ladesäulenverordnung (LSV) schreibt seit Juli 2023 eine transparente Ad-hoc-Preisanzeige an jeder öffentlichen Ladesäule vor.

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Ihre Angaben

60kWh
20 kWh120 kWh
18kWh/100km
10 kWh/100km35 kWh/100km
WLTP-Wert laut Herstellerangabe
1.500km
200 km5.000 km

Strompreise

30ct/kWh
15 ct/kWh60 ct/kWh
BDEW-Durchschnitt 2025: ca. 37 ct/kWh
52ct/kWh
25 ct/kWh80 ct/kWh
60ct/kWh
30 ct/kWh100 ct/kWh

Ladeverhalten

80%
0 %100 %
20% öffentlich (70% AC / 30% DC)

Ihre Ladekosten

94,18
Monatliche Kosten
1.130,11
Jährliche Kosten
554,69
Jährl. Ersparnis vs. öffentlich
6,28
Kosten pro 100 km
33%
Ersparnis
PositionMonatlichJährlich
Heimladen (Netzstrom)64,80 €777,60 €
Öffentlich AC-Laden19,66 €235,92 €
DC-Schnellladen9,72 €116,64 €
Gesamt (Ihr Mix)94,18 €1.130,11 €

Jährliche Ladekosten — 4 Szenarien

04869721.4581.944972Nur Heimladen1.130Ihr Mix1.685Nur öffentlich (AC)1.944Nur Schnellladen (DC)€/Jahr

Kostenverteilung Ihres Mix

94,18 €/M.Heimladen (Netz): 64,8 (69%)Öffentlich AC: 19,66 (21%)Schnellladen DC: 9,72 (10%)
Monatlicher Energieverbrauch: 270 kWh (1.500 km × 18 kWh/100 km). Preise Stand: Februar 2026, Quellen: BDEW Strompreisanalyse, Ladesäulenverordnung.

Hintergrund: Ladekosten verstehen und optimieren

Der entscheidende Faktor: Wo Sie laden

Die größte Stellschraube Ihrer Ladekosten ist der Anteil des Heimladens. Jede Kilowattstunde, die Sie zu Hause statt an einer öffentlichen Säule laden, spart Ihnen durchschnittlich 15–25 Cent. Bei einem typischen Verbrauch von 270 kWh pro Monat (1.500 km × 18 kWh/100 km) sind das 40–67 € monatlich.

PV-Eigenstrom: Die günstigste Kilowattstunde

Besitzer einer PV-Anlage haben den größten Kostenvorteil: PV-Strom kostet nur 7–10 ct/kWh an Gestehungskosten — weniger als ein Drittel des Netzstroms. Mit Überschussladen laden Sie Ihr E-Auto tagsüber bevorzugt mit Solarstrom. Eine 10-kWp-Anlage liefert in Süddeutschland ca. 10.000 kWh/Jahr — genug für ~50.000 Elektro-Kilometer, wenn 30 % als Überschuss ins Auto fließen.

Dynamische Stromtarife: Nachtstrom clever nutzen

Seit 2025 sind dynamische Stromtarife (z. B. Tibber, aWATTar, Octopus Energy) in Deutschland stark gewachsen. Diese Tarife spiegeln den stündlichen Börsenpreis wider. Zwischen 1 und 5 Uhr morgens liegt der Preis oft bei nur 15–25 ct/kWh — ideal für intelligente Wallboxen, die das Laden automatisch in die Niedrigpreisphase verschieben.

Voraussetzung: Ein Smart Meter (intelligentes Messsystem, Pflicht ab 2025 für Verbrauch über 6.000 kWh/Jahr) und eine Wallbox mit EEBUS- oder OCPP-Schnittstelle.

Ladesäulenverordnung: Transparenz beim Ad-hoc-Laden

Seit Juli 2023 schreibt die Ladesäulenverordnung (LSV) vor, dass an jeder öffentlichen Ladesäule der Preis pro kWh gut sichtbar angezeigt werden muss. Zudem muss Ad-hoc-Laden (ohne Vertrag) an jeder Säule möglich sein — per Kredit-/Debitkarte oder kontaktlose Zahlung. Dies verbessert die Preistransparenz erheblich.

THG-Quote: Zusatzeinnahmen für E-Auto-Besitzer

Über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) können Halter von E-Autos ihren CO₂-Vorteil an Mineralölunternehmen verkaufen. Der Erlös lag 2024 bei ca. 50–85 € pro Fahrzeug und Jahr (deutlich weniger als die 300+ € in 2022/2023). Die Auszahlung erfolgt über spezialisierte THG-Anbieter — ein unkomplizierter Prozess mit wenigen Klicks.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Kilowattstunde Laden zu Hause?
Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis in Deutschland liegt aktuell bei ca. 37 ct/kWh (BDEW 2025). Mit einem dynamischen Stromtarif oder eigenem PV-Strom (7–10 ct/kWh) können Sie deutlich günstiger laden. Unser Rechner berücksichtigt beide Optionen.
Wie viel spare ich durch Heimladen gegenüber öffentlichem Laden?
Bei 15.000 km/Jahr und einem typischen E-Auto (18 kWh/100 km) sparen Sie durch Heimladen ca. 400–700 € pro Jahr gegenüber ausschließlich öffentlichem AC-Laden. Mit PV-Eigenstrom steigt die Ersparnis auf über 1.000 €. Der genaue Betrag hängt von Ihrem individuellen Lademix ab.
Warum ist DC-Schnellladen so teuer?
DC-Schnelllader kosten 55–79 ct/kWh — fast doppelt so viel wie Heimladen. Die Gründe: hohe Hardware-Investition (50.000–150.000 € pro Säule), Netzanschluss-Kosten (Mittelspannung), Lastspitzen-Umlagen und geringere Auslastung. Schnellladen sollte für Langstreckenfahrten reserviert bleiben.
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif für E-Auto-Besitzer?
Ja — besonders mit einer intelligenten Wallbox (OCPP/EEBUS). Dynamische Tarife bieten stundenweise variable Preise (Börsenstrom). Bei nächtlichem Laden zwischen 1–5 Uhr können Sie oft 15–25 ct/kWh erreichen. Voraussetzung: Smart Meter (Pflicht ab 2025 für Verbrauch >6.000 kWh/Jahr).
Wie berechne ich die Ladekosten meines E-Autos?
Die Formel: Monatliche km × Verbrauch (kWh/100 km) / 100 × Strompreis (€/kWh). Beispiel: 1.500 km × 18 kWh / 100 × 0,37 €/kWh = 99,90 € pro Monat. Unser Rechner differenziert zusätzlich nach Ladeart (Heim/AC/DC) und berücksichtigt PV-Eigenstrom.
Was ist die THG-Quote und kann ich damit Ladekosten senken?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ermöglicht E-Auto-Besitzern, ihren CO₂-Vorteil zu verkaufen. Der Erlös lag 2024 bei ca. 50–85 € pro Jahr (stark gesunken gegenüber 2023). Über Anbieter wie Geld-für-eAuto oder THG-Quotenhandel können Sie diesen Betrag jährlich auszahlen lassen.

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