Flottenkosten-Rechner
E-Flotte vs. Verbrennerflotte: Gesamtkosten, ROI Ladeinfrastruktur, Dienstwagen-Steuervorteil und CO₂-Einsparung auf einen Blick.
10 Dienstwagen auf Elektro umstellen — rechnet sich das für die Firma? Die Frage hören Fuhrparkmanager immer häufiger. Und die Antwort ist in den meisten Szenarien eindeutig: Ja, ab dem zweiten Jahr. Denn die höheren Anschaffungskosten der E-Fahrzeuge werden durch niedrigere Energie- und Wartungskosten mehr als kompensiert.
Hinzu kommt die 0,25%-Regelung (seit Juli 2025, §6 Abs. 1 Nr. 4 EStG): Ihre Mitarbeiter versteuern E-Dienstwagen mit nur einem Viertel des Listenpreises — ein massiver Steuervorteil. Und die Investition in die eigene Ladeinfrastruktur amortisiert sich typischerweise nach 12–24 Monaten.
Unser Flottenkosten-Rechner vergleicht alle Kostenpositionen — Energie, Wartung, Infrastruktur — und zeigt den ROI Ihrer Ladeinfrastruktur in Monaten.
ROI Flottenelektrifizierung
Der typische Verlauf: Die Investition in Ladeinfrastruktur amortisiert sich durch laufende Einsparungen:
Regelungen und Datengrundlagen
| Regelung | Wert | Relevanz für Flotten |
|---|---|---|
| 0,25%-Regelung (BLP ≤ 100k €) | 0,25% × BLP × Monate | Massiver Steuervorteil für E-Dienstwagen (ab 01.07.2025) |
| 0,5%-Regelung (BLP > 100k €) | 0,5% × BLP × Monate | Für Premium-E-Fahrzeuge über 100.000 € BLP |
| EU-Flottengrenzwerte 2025 | 93,6 g CO₂/km | Strafzahlungen bei Überschreitung: 95 €/g × Fahrzeuganzahl |
| §14a EnWG | Steuerbare Verbrauchseinrichtung | Reduziertes Netzentgelt bei Lastmanagement (ab 4,2 kW/LP) |
| §3 Nr. 46 EStG | Steuerfreie Ladung | Kostenlose Ladung am Arbeitsplatz ist steuerfrei (bis 2030) |
| DGUV V3 | Jährliche Prüfung | Pflichtprüfung für gewerbliche Elektroinstallationen |
| Wartungskosten EV | ~3 ct/km | ADAC Flottenkosten 2026 (vs. ~7 ct/km Verbrenner) |
| Gewerbestrom 2026 | 22–28 ct/kWh | BDEW Strompreisanalyse Gewerbe, Jan. 2026 |
Jetzt berechnen
Ihre Flottenangaben
Energiekosten
Ladeinfrastruktur
Flottenkosten-Vergleich
| Position | E-Flotte | Verbrenner-Flotte | Differenz |
|---|---|---|---|
| Fahrzeugkosten | 45.034 € | 35.027 € | -10.007 € |
| Energie | 9.000 € | 24.500 € | +15.500 € |
| Wartung | 8.000 € | 14.000 € | +6.000 € |
| Versicherung | 5.000 € | 6.500 € | +1.500 € |
| Kfz-Steuer | 0 € | 2.000 € | +2.000 € |
| Infrastruktur | 6.875 € | 0 € | -6.875 € |
| Gesamt (p.a.) | 73.909 € | 82.027 € | +8.117 € |
Jährliche Flottenkosten im Vergleich
Hintergrund: Flottenelektrifizierung planen
Schritt 1: Bedarfsanalyse — Wie viele Ladepunkte brauchen Sie?
Die Faustregel: Sie brauchen nicht für jedes Fahrzeug einen eigenen Ladepunkt. Mit intelligentem Lastmanagement reicht oft ein Verhältnis von 1 Ladepunkt pro 1,5–2 Fahrzeuge. Die Gründe: Nicht alle Fahrzeuge sind gleichzeitig auf dem Firmengelände, und eine volle Ladung über Nacht (8 Stunden an 11 kW = 88 kWh) reicht für die meisten täglichen Fahrprofile. Analysieren Sie Ihre GPS-Daten: Wie viele Fahrzeuge stehen gleichzeitig über Nacht?
Schritt 2: Lastmanagement — Die Netzanschlusskosten kontrollieren
Der häufigste versteckte Kostenfaktor bei der Flottenelektrifizierung: Ein Netzanschluss-Upgrade. 10 Wallboxen à 11 kW = 110 kW zusätzlicher Leistungsbedarf. Ein Mittelspannungsanschluss kann 20.000–50.000 € kosten. Lastmanagementsysteme (z. B. nach DIN EN 61851-1) begrenzen die gleichzeitige Ladeleistung auf die verfügbare Kapazität — und machen ein Netzanschluss-Upgrade oft überflüssig.
Schritt 3: Steuern und Abrechnung — Compliance sicherstellen
Drei steuerliche Aspekte sind entscheidend: 1) Die 0,25%-Regelung für Dienstwagen senkt die Lohnnebenkosten. 2) Kostenlose Ladung am Arbeitsplatz ist bis 2030 steuerfrei (§3 Nr. 46 EStG). 3) Ladungen zu Hause für Dienstwagen können pauschal (30/70 €/Monat) oder nach tatsächlichem Verbrauch erstattet werden. Ein OCPP-fähiges Backend dokumentiert alle Ladevorgänge automatisch und liefert die nötige Datenbasis.
Schritt 4: PV-Anlage — Energiekosten weiter senken
Eine PV-Anlage auf dem Firmendach ist die ideale Ergänzung zur Flottenelektrifizierung. Tagsüber produzierter Solarstrom wird direkt in die Fahrzeuge geladen — zu Gestehungskosten von 6–10 ct/kWh statt 25 ct/kWh Gewerbestrom. Bei einer 50-kWp-Anlage und 10 Fahrzeugen kann der PV-Anteil bei 20–40% des Ladestroms liegen. Die PV-Anlage amortisiert sich dadurch sogar schneller.
Monatliche Kosten für E-Flotten-Ladung
Was kostet das Laden einer E-Flotte pro Monat? Ein Rechenbeispiel:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Flottengröße | 10 Fahrzeuge |
| Monatliche Fahrleistung | 1.500 km/Fahrzeug |
| Verbrauch (Durchschnitt) | 18 kWh/100 km |
| Monatlicher Energiebedarf | 10 × 1.500 × 0,18 = 2.700 kWh |
| Gewerbestrom | 0,25 €/kWh (BDEW Ø 2026) |
| Monatliche Stromkosten | 2.700 × 0,25 = 675 € |
| Dieseläquivalent | 10 × 1.500 × 0,09 = 1.350 €/Monat |
| Monatliche Einsparung | 675 € (50 %) |
Ergebnis: Eine 10-Fahrzeug-Flotte spart rund 675 €/Monat an Energiekosten gegenüber Diesel. Mit eigenem PV-Strom (6–10 ct/kWh) sinken die Ladekosten auf unter 400 €/Monat.