Wallbox-Amortisationsrechner
Ab wann lohnt sich die Wallbox? Heimladen vs. nur öffentlich laden — mit 5-Jahres-Prognose, THG-Quote und PV-Eigenstrom.
2.000 Euro für eine Wallbox — lohnt sich das wirklich? Die Antwort hängt von Ihrem Fahrprofil, Ihrem Strompreis und davon ab, wie viel Sie bisher an öffentlichen Ladesäulen bezahlen. Unser Amortisationsrechner vergleicht Ihre monatlichen Ladekosten mit und ohne Wallbox und zeigt exakt, nach wie vielen Monaten sich die Investition rentiert.
Spoiler: Bei durchschnittlicher Fahrleistung (1.200 km/Monat) und aktuellen Preisen liegt der Break-Even bei ca. 20 Monaten. Mit PV-Eigenstrom und THG-Quote sogar deutlich früher. Nach 5 Jahren sparen Sie typischerweise 3.000–5.000 € im Vergleich zum ausschließlichen Laden an öffentlichen Stationen.
Amortisation auf einen Blick
Investition, Break-Even und kumulative Ersparnis über 5 Jahre:
Datengrundlage: Ladepreise 2025
| Ladeoption | Preis | Quelle |
|---|---|---|
| Heimstrom (Haushaltstarif) | 35–45 ct/kWh (Ø 39) | BDEW Strompreisanalyse Jan. 2025 |
| Öffentlich AC | 45–59 ct/kWh (Ø 52) | ADAC Ladekostenmonitor 2025 |
| Öffentlich DC | 59–89 ct/kWh (Ø 69) | ADAC Ladekostenmonitor 2025 |
| PV-Eigenstrom | 8–12 ct/kWh | Fraunhofer ISE Gestehungskosten 2024 |
| Dynamischer Tarif (Nacht) | 15–30 ct/kWh | Tibber/aWATTar Spotpreis-Analyse |
| THG-Quote | 250–400 €/Jahr | THG-Quotenhandel Marktübersicht 2025 |
Jetzt berechnen
Ihre Situation
Strompreise
PV + THG-Quote
Amortisationsergebnis
| Position | Mit Wallbox | Nur öffentlich |
|---|---|---|
| Stromkosten/Monat | 84,24 € | 112,32 € |
| Effektiver Strompreis | 39 ct/kWh | 52 ct/kWh |
| Monatl. Verbrauch | 216 kWh | |
Kumulative Kosten über 5 Jahre
Hintergrund: Wallbox-Wirtschaftlichkeit verstehen
Die drei Säulen der Amortisation
Eine Wallbox rechnet sich über drei Kanäle: 1) Strompreisdifferenz — Heimstrom ist im Durchschnitt 13 ct/kWh günstiger als öffentliches AC-Laden. Bei 2.700 kWh Jahresverbrauch (15.000 km × 18 kWh/100km) ergibt das ~350 €/Jahr. 2) THG-Quote — die jährliche Prämie von 250–400 € fließt direkt in die Bilanz. 3) PV-Eigenverbrauch — wer Solarstrom direkt in die Wallbox lädt, spart pro kWh 27–31 ct gegenüber dem Netzstrom.
Dynamische Stromtarife: Der Nacht-Effekt
Mit Anbietern wie Tibber, aWATTar oder Ostrom zahlen Sie den stündlichen Börsenpreis. Da E-Autos typischerweise nachts laden — wenn der Strompreis am niedrigsten ist — können Sie 15–25% der Ladekosten sparen. Voraussetzung: Ein Smart Meter Gateway (wird ab 2025 sukzessive Pflicht in Neubauten) und eine Wallbox mit Timer oder OCPP-Steuerung. Rechentipp: Geben Sie beim dynamischen Tarif eine Einsparung von 20% ein.
Die unsichtbare Rendite: Immobilienwert
Eine professionell installierte Wallbox steigert den Immobilienwert um 3.000–5.000 €, da die Nachfrage nach Ladeinfrastruktur steigt. In Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) ergibt sich ein zusätzlicher Vorteil: Die Ladeinfrastruktur kann anteilig von mehreren Parteien genutzt werden, was die Pro-Kopf-Kosten senkt und den Gemeinschaftswert steigert.